Forschungsschwerpunkte und Projekte

Implementation Science in Health Care

Lauren Clacks Forschung legt den Schwerpunkt auf die Entwicklung von Methoden der Implementation Science. Ihre bisherige Forschung in der Implementation Science erfolgt vorwiegend in den Gebieten der Infektionskrankheiten, der Spitalhygiene und der Patientensicherheit. Sie hat ein breites Interesse an der Anwendung der Implementation Science auf Bereiche, in denen nachweislich eine Lücke zwischen den Forschungsergebnissen und der aktuellen Praxis besteht. Zu ihren spezifischen Forschungsprioritäten gehören:

  • Massgeschneiderte Umsetzung: Aufbau von Evidenz über die Wirksamkeit spezifischer Implementierungsstrategien in spezifischen Kontexten.
  • De-Implementierung von geringwertigen Praktiken: Aufbau von Evidenz über die Wirksamkeit von De-Implementierungsstrategien.
  • Nutzerzentrierte, partizipative Designs: Validierung nutzerzentrierter Designmethoden und Festlegung von Massnahmen, die valide Prozessindikatoren und Ergebnisse von nutzerzentrierten Designs darstellen.

NeoIPC

REVERSE

OCCSI

Implementation Science in Pflegewissenschaft

Die Forschung von Rahel Naef befasst sich mit der

  • familialen Gesundheit und Krankheitsmanagement
  • Wirksamkeit von systemischen Familieninterventionen und integrierten Versorungsmodellen
  • Implementierung evidenzbasierter Praktiken in der Pflege

Im Fokus stehen vor allem Familien in vulnerablen Situationen, z.B. im Kontext informeller Pflege- und Unterstützungsarbeit für ältere Angehörige, bei akut-kritischen Erkrankungen, am Lebensende oder nach einem Verlust.

Mithilfe verschiedener methodischer Ansätze untersucht Rahel Naef, wie sich familiensystemische Pflegeinterventionen und integrierte personen- bzw. familienzentrierte Versorgungsmodelle auf die Qualität der Versorgung, die Handlungsfähigkeit und die psychosoziale Gesundheit von Familien auswirken.

Besonderes Interesse gilt der wissenschaftlichen Untersuchung von Implementierungsstrategien – mit dem Ziel, im Akutspital eine evidenzbasierte pflegerische und interprofessionelle Versorgung für Personen mit kognitiven Einschränkungen, für sterbende Menschen und für hinterbliebene Angehörige zu erreichen. Die Forschungsschwerpunkte liegen somit an der Schnittstelle zwischen Pflegewissenschaft und Implementation Science mit einem Fokus auf Familienpflege.

FICUS Trial

BEST CARE

Digital and Mobile Health

Ein Grossteil der Arbeit von Viktor von Wyl konzentriert sich auf Multiple Sklerose (MS) und das Schweizer MS-Register. Dieses Register kombiniert den Ansatz der Citizen Sciences mit digitalen Studien zur Gesundheit. Es hat wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit MS geliefert. Zu den jüngsten Forschungsaktivitäten gehören epidemiologische Analysen des Lebensverlaufs und des Fortschreitens der Erkrankung bei Menschen mit MS. Dabei werden Daten aus Patientenumfragen mit klinischen Informationen, Daten aus Fitness-Trackern und digitalen Patienten-Tagebüchern kombiniert.

Andere Forschungsinteressen umfassen die Entwicklung von Methoden für die digitale Epidemiologie (z. B. für das Design und den Betrieb von digital erweiterten Beobachtungsstudien), Textanalysen unter Verwendung von Crowdsourcing-Methoden (z. B. zur Analyse von Patiententagebüchern) und Clustering-Methoden für Zeitreihendaten. Er ist auch an Effektivitätsanalysen der SwissCovid Digital Proximity Tracing App beteiligt.