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Angehörige auf der Intensivstation im Fokus: Prof. Dr. Rahel Naef spricht in «CheckUp – Das Gesundheitsmagazin» über das FICUS®-Versorgungsmodell

Prof. Dr. Rahel Naef

Wenn ein Mensch auf der Intensivstation behandelt wird, betrifft dies immer auch seine Angehörigen. Im aktuellen Beitrag von «CheckUp – Das Gesundheitsmagazin» geben Expertinnen Einblick in das familienfokussierte Versorgungsmodell FICUS® und zeigen, wie wissenschaftlich fundierte Forschung weiterentwickelt und schweizweit etabliert werden kann. Prof. Dr. Rahel Naef ordnet die Grundlagen dahinter ein.

Wenn ein Mensch schwer erkrankt und auf der Intensivstation behandelt werden muss, betrifft dies immer auch sein Umfeld. Angehörige erleben häufig eine belastende Zeit – geprägt von Unsicherheit, Sorgen und vielen offenen Fragen. Wie können Familien in dieser Situation gezielt unterstützt und in die Versorgung einbezogen werden?

Dieser Frage widmet sich der aktuelle Beitrag von «CheckUp – Das Gesundheitsmagazin». Darin geben Expertinnen Einblicke in das familienfokussierte Versorgungsmodell FICUS® und zeigen auf, welche Bedeutung eine wissenschaftlich fundierte Angehörigenbegleitung in der Intensivversorgung hat.

Prof. Dr. Rahel Naef, Leiterin der Arbeitsgruppe Implementation Science in Pflegewissenschaft an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich und Leiterin des Zentrums für Klinische Pflegewissenschaft am Universitätsspital Zürich, ordnet die wissenschaftliche Grundlage und die nächsten Schritte der Forschung ein:

«Wir konnten die Wirksamkeit des Modells aufzeigen. Nun legen wir den Fokus darauf, wie sich das Modell schweizweit etablieren lässt. Wir beschäftigen uns mit der Frage: Wie kann eine evidenzbasierte familienfokussierte Versorgung, von der wir wissen, dass sie wirkt, nachhaltig implementiert werden, damit möglichst alle davon profitieren?»

Von der Wirksamkeit zur nachhaltigen Umsetzung

Die Forschung zu FICUS® zeigt, dass eine strukturierte und evidenzbasierte Begleitung von Angehörigen einen wichtigen Beitrag zu einer patienten- und familienfokussierten Versorgung leisten kann. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie wurde das Modell gemeinsam mit Fachpersonen und Angehörigen entwickelt und auf mehreren Intensivstationen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass das Unterstützungsprogramm wirksam ist: Es führt zu einer leicht erhöhten allgemeinen Zufriedenheit der Angehörigen mit der Versorgung und Betreuung als Familie auf Intensivstationen und einer höheren Zufriedenheit mit der Beteiligung in Entscheidungsprozessen.

Aktuell steht die Frage im Zentrum, wie erfolgreiche Versorgungsansätze nachhaltig in der Praxis verankert werden können. Genau hier setzt Implementation Science an: Sie untersucht, welche Faktoren notwendig sind, damit wissenschaftliche Erkenntnisse langfristig in den klinischen Alltag integriert werden und möglichst viele Menschen davon profitieren.

Die Einführung von FICUS® an der Klinik Hirslanden ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Gleichzeitig unterstreicht die Forschung die Bedeutung einer schweizweiten Weiterentwicklung familienzentrierter Versorgungsansätze in der Intensivpflege.

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